Stammzellentherapie in der Tierklinik Wels

Dr. Schwingshandl Christian erkannte sofort, was für ein Potential in dieser Stammzellentherapie steckt und wir bieten nun als erste Tierklinik in Oberösterreich diese Therapieform an…

Dr. Schwingshandl Christian, Inhaber der Tierklinik Wels, ist bemüht, seine Patienten immer nach den neuesten veterinärmedizinischen Erkenntnissen zu behandeln. Große Hoffnung setzt die moderne Veterinärmedizin in die Stammzellen, das sind körpereigene Reparaturzellen, die bei Verletzungen der Sehnen, Knochen oder Gelenken die Selbstheilung ankurbeln können.
Dr. Schwingshandl Christian erkannte sofort, was für ein Potential in dieser Stammzellentherapie steckt und wir bieten nun als erste Tierklinik in Oberösterreich diese Therapieform an.
Stammzellentherapie ist eine nebenwirkungsfreie Behandlung mit mesenchymalen Stammzellen
(Vorläufer des Bindegewebes), die zuerst aus dem körpereigenen Gewebe isoliert, dann vermehrt und dem Körper schließlich wieder zugeführt werden. In dem entnommenen Gewebe befindet sich nur eine sehr kleine Anzahl von Zellen, die die Eigenschaften einer Stammzelle aufweisen, am Ende des biotechnischen Prozesses im Labor steht eine substantielle Zahl, die man für die Therapie verwenden kann.
Durch die Stammzellentherapie ergeben sich neue Chancen für Hunde und Katzen mit Arthrose durch Abnutzung, Osteoarthrosen, Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie, Polyarthritis, Osteochondrosen, Risse/Teilrisse von Sehnen und Bändern, Frakturen, Schlaganfall, Erkrankungen innerer Organe.
Bei Krankheiten wie Arthritis, Osteoarthritis, Sehnen- und Bänderverletzungen oder Knorpelverletzungen war bisher nur eine lebenslange schmerzstillende Therapie möglich. Die Stammzellentherapie ist eine Neuheit im globalen Maßstab, welche die Heilung von Krankheiten bzw. eine Schmerzlinderung oder auch eine komplette Schmerzbefreiung bewirken kann. Es gibt keine Nebenwirkungen bei der Stammzellentherapie, da natürliche Heilungsprozesse des Körpers unterstützt werden. Der Therapieverlauf ist einfach und für den Patienten entsteht nur minimaler Stress.
Arthrose ist eine der häufigsten Diagnosen, mit denen Hundebesitzer beim Besuch in der Kleintierpraxis konfrontiert werden. Die verschiedensten Ursachen, wie verletzungsbedingte Entzündungsreaktionen oder angeborene Fehlstellungen der Gelenke, können auch bei sehr jungen Hunden bereits zu diesen schmerzhaften und als unheilbar geltenden Veränderungen im Gelenk führen, die zunächst den Knorpel und im weiteren Verlauf auch den Knochen schädigen. Für die Schmerzbekämpfung stehen in der Tiermedizin heute effektive Medikamente und wirksame physiotherapeutische Anwendungen zur Verfügung. Der vollständige Gelenksersatz gehört hinsichtlich der Hüfte zu den etablierten Therapiemöglichkeiten, und ein künstliches Kniegelenk ist manchmal die letzte Option, wenn die Arthroseschmerzen nach einem verschleppten oder viel zu spät operierten Kreuzbandriss für den vierbeinigen Patienten nicht mehr zumutbar sind.
Die Stammzelltherapie ist ein neuer Ansatz, dem Problem Arthrose und eventuell anderen Erkrankungen, die einer Geweberegeneration bedürfen, zu begegnen.
Derzeit sind im Bereich der regenerativen Medizin für die Stammzelltherapie Gelenks- und Sehnenerkrankungen interessant. Auf der Grundlage verschiedener wissenschaftlicher Publikationen aus Europa, Nordamerika und Japan kann man sagen, dass der Einsatz von Stammzellen bei Sehnenerkrankungen des Pferdes heute schon ein mehr oder weniger anerkanntes und etabliertes Verfahren ist. Aktuell steht bei uns die zellbiologische Grundlagenforschung im Mittelpunkt, mit deren Hilfe wir die bisherigen Therapieansätze verbessern möchten.
Beim Hund hingegen ist derzeit das Gelenk das wichtigste Zielorgan dieser Therapieform. Hier hat man begonnen, mesenchymale Stromazellen, die sich wie Stammzellen verhalten, mittels einer direkten Injektion ins Gelenk einzubringen. Aus den USA liegen klinische Erfahrungsberichte vor, dass man bei Pferden, deren Gelenke als austherapiert galten, mit dieser Form der Stammzelltherapie deutliche Verbesserungen im Kniegelenk erreichen konnte. Die Wirkung setzt nicht wie bei einem Schmerzmittel sofort ein, aber mittelfristig nach drei bis vier Monaten sind deutliche positive Wirkungen nachweisbar. Arthrose kranke Hunde benötigten nach dieser Therapie weit weniger Schmerzmittel als vorher, und wir können heute grundsätzlich davon ausgehen, dass sich diese regenerativen Therapieformen etablieren werden. Etwas Neues gleich zu glorifizieren, wäre der falsche Weg, aber wenn man die biologischen Grundlagen dieser Therapie versteht, sieht man, dass die Stammzelltherapie zu den vielversprechendsten Konzepten der Medizin gehört –weil es ein logisches Konzept ist, das die gleichen Prozesse initiiert, die der Körper bis zu einem gewissen Grad der Schädigung selbst durchführt.
Stammzelltherapie braucht spezielle Labortechniken und eine ausgefeilte Logistik im Umfeld. Wir bieten derzeit Einzelfallbehandlungen mit autologem Zellmaterial an, d.h. mit Zellen, die vom Patienten selbst stammen. Das ist ein wesentlicher Schritt hin zur personalisierten Medizin.
Der Tierarzt entnimmt unter einer Kurzanästhesie im Bereich des Bauchnabels einen Kubikzentimeter Fettgewebe und gibt das in ein entsprechendes Transportgefäß in einer Box, die sofort von unserem Partnerlabor ANIMACEL abgeholt wird.
Die Zellen werden dann im Speziallabor isoliert, vermehrt und werden dann in Form einer Zellsuspension an den Tierarzt retourniert, der wiederum die Injektion am Patienten vornimmt. Die effizienteste Form ist die Verabreichung dieser Zellsuspension direkt in das erkrankte Gelenk.
Bei einer Arthrose legen die Stammzellen sich nicht wie man vielleicht erwarten würde, in die Knorpelwunde, sondern sitzen letztendlich in der Synovialmembran, der Innenauskleidung der Gelenkshöhle. Dort können sie die Funktion der Gelenkflüssigkeit bildenden Zellen übernehmen.

 KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER 3 wesentlichen SCHRITTE DER STAMMZELLENTHERAPIE: 

1.    Entnahme eines Fettgewebestücks: Der Tierarzt entnimmt dem Tier unter Vollnarkose einen kleinen Teil des Fettgewebes, normalerweise vom Rücken oder Bauch. Dabei entsteht eine sehr kleine Wunde, welche nur mit ein paar Stichen vernäht werden muss.
2.    Stammzellenvorbereitung: Von dem entnommenen Fettgewebe werden im Labor die darin enthaltenen Stammzellen isoliert und vermehrt. Das dauert normalerweise 10 bis 14 Tage.
3.    Injektion von Stammzellen: Der Tierarzt injiziert mit einer Injektionsnadel die Stammzellen unmittelbar in das erkrankte Gebiet, dort aktivieren die Stammzellen dann die Heilung des Gewebes.

Das Potenzial ist universell! … Es ist wirklich sehr groß, wenn die Indikation korrekt gestellt wird. Eine vollständige Heilung kann man nicht erwarten, man kann Gelenke nicht wiederherstellen, aber man darf erwarten, dass entscheidende Verbesserungen zu erreichen sind. Die Arbeit mit Stammzellen ist nicht als die allein seligmachende Behandlungsform zu verstehen, aber als eine biologisch absolut logische Therapie, die dem universalen Heilungskonzept des Organismus entspricht.