Bartagamen
Viele Erkrankungen bei Reptilien sind auf Haltungsfehler zurückzuführen, daher ist eine fachmännische Beratung besonders wichtig.
Eine gründliche klinische Untersuchung, basierend auf Spezialwissen und Erfahrung mit für die „normale“ Kleintierpraxis unüblichen Patienten kann oft schon zu einer sicheren Diagnose und Therapie führen. Weiters besteht auch bei diesen Exoten die Möglichkeit von weiterführenden Untersuchungen wie zum Beispiel:
* Kotuntersuchungen
* Röntgen
* Ultraschall
* Blutanalyse
Wie halte ich meine Bartagame richtig?
Fütterung
Bartagamen fressen sowohl fleischliche als auch pflanzliche Kost. Je nach Alter ändert sich die prozentuale Zusammensetzung des Futters. Während Jungtiere sich noch hauptsächlich von Fleisch ernähren, sollten erwachsene Tiere nur mehr zwei- bis dreimal die Woche Lebendfutter erhalten.
Es ist empfehlenswert die Futtertiere vor der Verfütterung einige Tage zu ernähren.So erhöht sich der Nährwert der Tiere.Außerdem müssen sie vorher mit einem geeigneten Vitaminpulver Korvimin ZVT + Reptil eingestäubt werden.
Dabei ist darauf zu achten, dass auch ein Zuviel an Vitaminen schädlich ist.
Sepiaschale ist für eine natürliche Calciumversorgung wichtig.
Tiere, die am Abend nicht gefressen worden sind, sollten aus dem Terrarium entfernt werden, da sie ansonsten die Bartagame verletzen können. Einmal pro Woche sollte ein Fastentag eingerichtet werden.
Geeignete Futtertiere
* Heuschrecken
* Heimchen
* Grillen
* Schaben
* Mehlwürmer (nur selten da sehr fettreich und ansonsten nicht viel Nährwert)
* Zophobas (nur selten da sehr fettreich und ansonsten nicht viel Nährwert)
* Wachsmottenlarven (nur selten da sehr fettreich und ansonsten nicht viel Nährwert)
Pflanzliche Kost (täglich ein frischer gemischter Teller):
* Endivien
* Karotten
* Zucchini
* Romanasalat
* Lollo Rosso
* Rucula
* Vogelsalat
* Löwenzahnblätter und -blüten
* Gänseblümchen
* Klee etc.
* Obst sollte nur in geringen Mengen verfüttert werden
Ungeeignete Futtermittel
* Spinat
* Eisberg- und Kopfsalat
* Radieschen
* Petersilie
* Kiwi und andere Zitrusfrüchte
Terrarium Temperatur
* unterschiedliche Temperaturzonen die von 25° bis 40° reichen
* Nachtabsenkung
* Wärmezonen mit Spots einrichten, die so angebracht sind, dass sich die Agame nicht verbrennen
kann
* Achtung: die Agame verbindet Helligkeit mit Wärme, durch den Einsatz von Rotlichtlampen erkennt
sie die Wärme nicht und verlässt die Wärmezone zu spät
* UV- Lampe!!! diese muss regelmäßig ausgetauscht werden da der UV-Anteil schnell abnimmt auch
wenn die Lampe selber noch leuchtet. Außerdem darf kein Glas zwischen der Lampe und der Agame
sein da ansonsten die UV-Strahlen abgefangen werden.
o z.B Osram Ultra Vitalux Bestrahlungsdauer ca. 30 min tägl. Mindestabstand zum Tier 80cm
o Lucky Reptile Bright Sun UV Desert zum ganztägigen Einsatz
* zusätzlich zur Wärme- und UV-Quelle sollte auch noch eine Lampe als reine Lichtquelle angebracht
werden. Dazu eignen sich zum Beispiel T5 Leuchtstoffröhren.
Größe
Laut den Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien, die 1997 im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erstellt wurde, wird für ein Bartagamenpärchen die Länge, Tiefe und Höhe aus dem 5-, 4- und 3-fachen der Kopf-Rumpf-Länge (KRL) berechnet.
Beispiel:
Ausgewachsene Bartagamen haben ca. eine KRL von 25cm. Dann ergeben sich als Mindestmaße für 1-2 Bartagamen 5*25cm x 4*25cm x 3*25cm, also 125cm x 100cm x 75cm (LxTxH). Wenn diese Maße unpraktisch sind, weil das Terrarium dann z.B. nicht durch die Tür passt, kann auch ein Terrarium mit den Maßen 150cm x 80cm x 80cm verwendet werden. Möchte man mehr als zwei Tiere halten, muss für jedes weitere Tier 15% der Fläche hinzu addiert werden.