Endoskopie
Die Endoskopie ist eine nichtinvasive Untersuchungsmethode und dient zur Darstellung von inneren Hohlorganen wie z.B. der Bronchien, der oberen Luftwege (Nase, Rachen), des Magens und des Enddarmes.
Dem schlafenden Tier wird ein Schlauch eingeführt, der durch spezielle optische Fasern und Kaltlicht dem Untersucher einen direkten Einblick in diese Bereiche ermöglicht. Durch einen Arbeitskanal kann eine Zange eingeführt werden, mit deren Hilfe Fremdkörper entfernt oder Gewebeproben entnommen werden können.
Zu den wichtigsten Indikationen gehören:
* Fremdkörper im Nasenrachenraum oder in den oberen Luftwegen
* Diagnostik von Veränderungen im Bereich der oberen Luftwege
* Tumoren im Nasenrachenraum
* Entzündungen und Tumoren im Bereich von Magen und Speiseröhre
* Veränderungen der hinteren Darmabschnitte
Endoskopische Herzbeutelresektion
Unter einem Herzbeutelerguss (oder Perikarderguss) versteht man eine Ansammlung von Flüssigkeit zwischen Herzbeutel und Herzmuskel. Die klinische Extremform eines akuten Herzbeutelergusses stellt die Herzbeuteltamponade dar. Der Herzbeutelerguss ist dann so stak ausgeprägt, dass das Herz nicht mehr normal funktionieren kann. Es kommt zu einem klinischen Notfall mit Blutdruckabfall und einer schockähnlichen Symptomatik.
Bei einem ausgeprägten Herzbeutelerguss bzw. einer Herzbeuteltamponade reicht eine medikamentöse Therapie allein nicht aus.
Da es sich meist um eine Notfallsituation handelt, ist das Ziel der Behandlung neben der Kreislaufstabilisierung eine rasche Ergussentlastung durch eine Perikardpunktion. Bei schweren Verläufen mit wiederholten Perikardtamponaden kann man eine sog. Perikardfensterung durchführen, wobei der Erguss direkt in die Pleurahöhle (Raum zwischen Lungenoberfläche und innerer Wand des Brustkorbes) abgeleitet wird. Bei einer fortschreitenden bindegewebigen Verschwielung des Herzbeutels kann es außerdem erforderlich sein, den Herzbeutel zu entfernen (= Herzbeutelresektion).