Endoskopie

Die Endoskopie ist eine nichtinvasive Untersuchungsmethode und dient zur Darstellung von inneren Hohlorganen wie z.B. der Bronchien, der oberen Luftwege (Nase, Rachen), des Magens und des Enddarmes.

Dem schlafenden Tier wird ein Schlauch eingeführt, der durch spezielle optische Fasern und Kaltlicht dem Untersucher einen direkten Einblick in diese Bereiche ermöglicht. Durch einen Arbeitskanal kann eine Zange eingeführt werden, mit deren Hilfe Fremdkörper entfernt oder Gewebeproben entnommen werden können.

Zu den wichtigsten Indikationen gehören:

              * Fremdkörper im Nasenrachenraum oder in den oberen Luftwegen

              * Diagnostik von Veränderungen im Bereich der oberen Luftwege

              * Tumoren im Nasenrachenraum

              * Entzündungen und Tumoren im Bereich von Magen und Speiseröhre

              * Veränderungen der hinteren Darmabschnitte

Endoskopische Kastration der Hündin

Die endoskopische Kastration ist eine sog. minimalinvasive Operationstechnik, das heißt dem operierten Tier werden nur sehr kleine Wunden zugefügt, die in aller Regel komplikationslos verheilen. Durch sehr kleine Einstiche werden ein hochauflösendes Endoskop und die nötigen Instrumente in die Bauchhöhle eingeführt. Die Operation wird somit von außen am Monitor mit Hilfe dieser verlängerten Augen und Finger des Chirurgen durchgeführt.

Wie auch in der Humanmedizin sind solche Hunde sehr schnell wieder voll belastbar bzw. müssen nicht zwei Wochen ruhig gehalten und geschont werden wie bei der konservativen Methode mit Bauchschnitt.

 

Vorteile der endoskopischen Kastration:

             * wesentlich schnellere Erholungszeit

             * weniger Schmerzen nach der Operation (aus der Humanmedizin weiß man, dass der Wundschmerz

                durch die kleinen Einschnitte wesentlich geringer ist als bei großen Schnitten)kein

                Fremdmaterial im Körper

             * mit den geringeren Schmerzen vermindert sich auch die Gefahr des Beleckens der Wunde stark

             * ein 1-2 wöchiger Leinenzwang ist nicht nötig

 

Nachteile der endoskopischen Kastration:

             * kommt es während der Operation zu stärkeren Blutungen in der Bauchhöhle oder muss

                aufgrund von Veränderungen doch die ganze Gebärmutter entfernt werden, muss die

                Endoskopie abgebrochen und konservativ weiter operiert werden.

                Da der Patient aber wie zueiner normalen DagenausoBauchhöhlenoperation vorbereitet ist,

                stellt das kein Problem dar – es ist nur ärgerlich.

             * höherer technischer Aufwand und daher höhere Kosten

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  1. Hündin nach der Operation.

Video einer Endoskopie einer Hündin

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