Frettchen

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  1. Frettchen gehören neben Hund und Katze zu den drei domestizierten Karnivoren (Fleischfresser). Erst seit etwa 30 Jahren wird das Frettchen als Heimtier gehalten.Die wachsende Popularität verdanken die Frettchen wahrscheinlich ihrem spielerischen Charakter und dem aktiven, possierlichen Sozialverhalten.

 

Haltung:

Die Käfiggröße muss den Lebensansprüchen des Frettchens gerecht werden. Es sollte je nach Art, Raum von 1-3m³ pro Tier zur Verfügung stehen. Wichtig ist, dass Frettchen abhängig von Alter und individuellen Bedürfnissen unter Aufsicht täglich ein paar Stunden außerhalb des Käfigs spielen und herumrennen können.

Der Käfig sollte unterteilt sein in einen Futteraufnahme-, Spiel-, Toiletten- und Schlafbereich. Frettchen sind stubenrein und koten meist in eine Katzentoilette. Die Toiletteneinstreu muss staubfrei sein.

Für das Wohlbefinden ist es wichtig, dass sich das Frettchen zum Schlafen in eine Art Höhle legen kann. Dazu eignen sich ein Handtuch in einem Karton oder eine Frettchenhängematte. Frettchen können auch in Außengehegen untergebracht werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass Temperaturen von über 30°C nicht vertragen werden. Wenn die Temperatur unter 5°C absinkt, wird ein Heizelement notwendig.

Ernährung:

Frettchen benötigen eine hochwertige Nahrung mit hohem Eiweiß- und Fettgehalt tierischen Ursprungs. Dagegen sollte der Gehalt an Kohlenhydraten und Rohfasern so niedrig wie möglich sein. Frettchen fressen über den Tag verteilt jeweils kleine Portionen, Futter sollte deswegen ständig zur Verfügung stehen. Hundepellets sind wegen des hohen Gehaltes an pflanzlichen Proteinen und Fasern für Frettchen nicht geeignet.

Der Magen-Darm-Trakt von Katzen unterscheidet sich erheblich von dem des Frettchens, so können Katzen von einem qualitativ geringwertigen Futter leben. Die meisten Katzenfutter, insbesondere die preiswerteren Produkte sind für Frettchen absolut unzureichend. Nur Katzen-Baby-Futter bester Qualität reicht für alle Lebensabschnitte des Frettchens aus.

1994 wurde ein Frettchenfertigfutter auf den Markt gebracht, das sich als ausgewogenes Alleinfutter erwiesen hat (Totally Ferret).

Fortpflanzung:

Frettchen werden im Frühjahr, folgend auf das Geburtsjahr geschlechtsreif. Nach einer Trächtigkeitsdauer von 41-42 Tagen werden durchschnittlich 8 Welpen geboren. Die Öffnung der Augen erfolgt mit 30 bis 35 Tagen. Die Welpen werden nach 8 Wochen entwöhnt.

 

Häufige Erkrankungen:

           * Staupe: Frettchen gelten als sehr empfänglich – die jährliche Impfung schützt

           * Tollwut: kommt praktisch nicht mehr vor (bei Grenzübertritt ist eine Tollwutschutzimpfung

              verpflichtend)

           * Räudemilben

           * Hyperöstrogenismus (Knochenmarksdepression): Die Krankheit entwickelt sich bei Fähen, die zu

              lange in Ranz geblieben sind. Hohe Östrogenspiegel führen nach einiger Zeit zu einer

              Knochenmarksdepression.

           * Nebennierenerkrankungen (Hyperadrenokortizismus): treten häufiger bei Frettchen ab 3 Jahren auf.

              Das häufigste Symptom ist der Haarverlust (kahle Stellen), aber auch trockenes, dünnes Fell,

              Vulvaschwellung, Juckreiz und Gewichtsverlust werden beobachtet.

           * Insulinom

           * Diabetes mellitus