Parasiten bei Reptilien
Viele Erkrankungen bei Reptilien sind auf Haltungsfehler zurückzuführen, daher ist eine fachmännische Beratung besonders wichtig.
Eine gründliche klinische Untersuchung, basierend auf Spezialwissen und Erfahrung mit für die „normale“ Kleintierpraxis unüblichen Patienten kann oft schon zu einer sicheren Diagnose und Therapie führen. Weiters besteht auch bei diesen Exoten die Möglichkeit von weiterführenden Untersuchungen wie zum Beispiel:
* Kotuntersuchungen
* Röntgen
* Ultraschall
* Blutanalyse
Leider kommt ein Parasitenbefall mit den unterschiedlichsten Arten, die Teilweise auch für den Menschen gefährlich sein können (z.B. Salmonellen), bei Reptilien sehr häufig vor.
Die erkrankten Tiere erleiden dadurch ein gestörtes Immunsystem und sind somit anfälliger für viele weitere Krankheiten. Nicht selten sind die Tiere so geschwächt das Sie zu fressen aufhören. Dadurch können auch Todesfälle entstehen.
Besonders vor der Winterruhe sollte unbedingt eine Kotuntersuchung durchgeführt werden, da in dieser Phase das Tier reduzierte Körperfunktionen hat und somit auch das Immunsystem nur eingeschrändkt arbeitet. Wichtig ist der Zeitpunkt der Kotuntersuchung da die Tiere nach einer eventuell durchgeführten Entwurmung noch mindest 2 Wochen aktiv sein müssen, damit Sie die toten Würmer ausscheiden können. Denn tote Würmer die während der Winterruhe im Darm verbleiben sind noch schädlicher wie lebendige.
Ein weiteres Krankheitsbild, welches häufig mit Parasitenbefall vergesellschaftet ist, ist der Kloakenprolaps.
Darunter versteht man einen Vorfall der ausgestülpten Kloaken Schleimhaut. Die empfindliche Schleimhaut trocknet sehr schnell aus und wird durch das Schleifen auf dem Boden zusätzlich verletzt. In einem solchen Fall muß das Tier sofort auf saubere und feuchte Tücher gesetzt und zum Tierarzt gebracht werden. Dort wird die Schleimhaut operativ wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht.
Wir empfehlen eine jährliche Kotuntersuchung auf Parasiten damit, wenn nötig, Ihr Reptil mit dem entsprechenden Präparat behandelt werden kann. Dazu müssen Sie uns nur eine Probe des möglichst frischen Kotes in die Klinik bringen. Es eignen sich auch Sammelproben des gesammten Bestandes. Auf jeden Fall sollte VOR der Vergesellschaftung mit neuen Tieren eine Kotprobe untersucht werden. Ebenso vor der Umsiedlung in ein neues Terrarium.