Ratten

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  1. Die Ratten werden besonders wegen ihrer Lernfähigkeit und ihres freundlichen Charakters geschätzt.
  2. Sie sind Rudeltiere und erkennen einander. In der Gemeinschaft existiert eine Rangordnung, das Territorium wird verteidigt. In der Gruppe treten Kämpfe vorwiegend bei Überbevölkerung auf. Sexuell motivierte Kämpfe, auch unter männlichen Tieren, sind eine Seltenheit.

 

Haltung:

Ratten benötigen einen geräumigen Käfig. Handelsübliche Käfige mit den Maßen 80x50x80cm bieten Raum für maximal 2 Ratten, vor allem wenn sie nicht täglich draußen spielen können.Für eine gute Ventilation sollte der größte Teil des Käfigs eine Gitterstruktur aufweisen. Als Einstreu eignen sich Hobelspäne (Weichholz), geschreddertes Zeitungspapier oder Zellstoff. Ratten sind dämmerungsaktiv.

 

Ernährung:

Ratten sind omnivor (Allesfresser). Als Futter eignet sich ein kommerziell erhältliches Pelletsfutter (Rohprotein 14-20%), das restriktiv gefüttert wird (erwachsene Tiere neigen zu Fettsucht!) und darüber hinaus Obst, Gemüse, Ei, Reis und Müsli ohne Zucker. Zum Nagen können ungeschälte Haselnüsse, Zweige, Holzstückchen etc. verabreicht werden.Jeden Tag ein wenig Heu oder Hafer verhütet Verdauungsstörungen, besonders bei Jungtieren. Ein Trinkwasserspender (Tränkeflasche) mit sauberem Wasser soll ständig zur Verfügung stehen.

 

Fortpflanzung:

Ratten sind mit 50-72 Tagen geschlechtsreif. Nach einer Trächtigkeitsdauer von 21 bis 23 Tagen werden 4-14 Jungtiere geboren. Die Jungen sind nackt und blind. Die Augen werden zwischen dem 10. und 16. Tag geöffnet. Die jungen Ratten werden ca. 3 Wochen lang gesäugt.

 

Häufige Erkrankungen:

           * Mykoplasmose: Ratten sind häufig latent mit Mykoplasmen infiziert, oft erkranken sie erst im Alter

              von 1 bis 1,5 Jahren. Die erkrankten Tiere zeigen Niesen, piepsende Atemgeräusche,

              Schleimröcheln,

              schleimig-eitrigen Nasenausfluss, Abmagerung und Atemnot.

           * Leptospirose: Bei Ratten verläuft die Krankheit meist ohne Symptome. Die Tiere werden

              insbesondere über den Urin freilebender Artgenossen infiziert. Die größte Gefahr stellt das

              Gesundheitsrisiko (Übertragung) beim Menschen dar.

           * Räudemilben

           * Chromodakryorrhoe (Rote Tränen)

           * Gebärmutterentzündung