Stammzellentherapie in der Tierklinik Wels

Dass in der Stammzellentherapie enormes Potenzial steckt, ist in der Humanmedizin seit Jahren bekannt. Mittlerweile ist die Therapieform auch in der Veterinärmedizin angekommen.

Die Stammzellen sind körpereigene Reparaturzellen, die bei Verletzungen der Sehnen, Knochen oder Gelenken die Selbstheilung massiv ankurbeln können – völlig ohne Nebenwirkungen.

Es ist nur ein kleiner Eingriff nötig (unter Kurzanästhesie), um Fettgewebe zu entnehmen. Im Labor werden die darin enthaltenen Stammzellen isoliert und vermehr. Anschließend werden Sie dem Patienten injizieert. Der Therapieverlauf ist einfach und für den Patienten entsteht nur minimaler Stress.

Durch die Stammzellentherapie ergeben sich neue Chancen für Hunde und Katzen mit Arthrose durch Abnutzung, Osteoarthrosen, Hüftgelenks- und Ellbogendysplasie, Polyarthritis, Osteochondrosen, Risse/Teilrisse von Sehnen und Bändern, Frakturen, Schlaganfall, Erkrankungen innerer Organe.
Bei Krankheiten wie Arthritis, Osteoarthritis, Sehnen- und Bänderverletzungen oder Knorpelverletzungen war bisher nur eine lebenslange schmerzstillende Therapie möglich. Die Stammzellentherapie ist eine Neuheit im globalen Maßstab, welche die Heilung von Krankheiten bzw. eine Schmerzlinderung oder auch eine komplette Schmerzbefreiung bewirken kann.

Arthrose ist eine der häufigsten Diagnosen, mit denen Hundebesitzer beim Besuch in der Kleintierpraxis konfrontiert werden. Die verschiedensten Ursachen, wie verletzungsbedingte Entzündungsreaktionen oder angeborene Fehlstellungen der Gelenke, können auch bei sehr jungen Hunden bereits zu schmerzhaften und als unheilbar geltenden Veränderungen im Gelenk führen, die zunächst den Knorpel und im weiteren Verlauf auch den Knochen schädigen. Für die Schmerzbekämpfung stehen in der Tiermedizin heute effektive Medikamente und wirksame physiotherapeutische Anwendungen zur Verfügung. Der vollständige Gelenksersatz gehört hinsichtlich der Hüfte zu den etablierten Therapiemöglichkeiten, und ein künstliches Kniegelenk ist manchmal die letzte Option, wenn die Arthroseschmerzen nach einem verschleppten oder viel zu spät operierten Kreuzbandriss für den vierbeinigen Patienten nicht mehr zumutbar sind.

Die Stammzelltherapie ist ein neuer Ansatz, dem Problem Arthrose und eventuell anderen Erkrankungen, die einer Geweberegeneration bedürfen, zu begegnen.
Derzeit sind im Bereich der regenerativen Medizin für die Stammzelltherapie Gelenks- und Sehnenerkrankungen interessant.

Weltweit neue Maßstäbe:

Aus den USA liegen klinische Erfahrungsberichte vor, dass man bei Pferden, deren Gelenke als austherapiert galten, mit dieser Form der Stammzelltherapie deutliche Verbesserungen im Kniegelenk erreichen konnte. Die Wirkung setzt nicht wie bei einem Schmerzmittel sofort ein, aber mittelfristig nach drei bis vier Monaten sind deutliche positive Wirkungen nachweisbar.

Arthrose kranke Hunde benötigten nach dieser Therapie weit weniger Schmerzmittel als vorher, und wir können heute grundsätzlich davon ausgehen, dass sich diese regenerativen Therapieformen etablieren werden. Etwas Neues gleich zu glorifizieren, wäre der falsche Weg, aber wenn man die biologischen Grundlagen dieser Therapie versteht, sieht man, dass die Stammzelltherapie zu den vielversprechendsten Konzepten der Medizin gehört –weil es ein logisches Konzept ist, das die gleichen Prozesse initiiert, die der Körper bis zu einem gewissen Grad der Schädigung selbst durchführt.

 KURZE ZUSAMMENFASSUNG DER 3 wesentlichen SCHRITTE DER STAMMZELLENTHERAPIE: 

1.    Entnahme eines Fettgewebestücks: Der Tierarzt entnimmt dem Tier unter Vollnarkose einen kleinen Teil des Fettgewebes, normalerweise vom Rücken oder Bauch. Dabei entsteht eine sehr kleine Wunde, welche nur mit ein paar Stichen vernäht werden muss.
2.    Stammzellenvorbereitung: Von dem entnommenen Fettgewebe werden im Labor die darin enthaltenen Stammzellen isoliert und vermehrt. Das dauert normalerweise 10 bis 14 Tage.
3.    Injektion von Stammzellen: Der Tierarzt injiziert mit einer Injektionsnadel die Stammzellen unmittelbar in das erkrankte Gebiet, dort aktivieren die Stammzellen dann die Heilung des Gewebes.

 

 

 

Vor der Behandlung

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung

Nach der Behandlung