Reptilien

Reptilienpatienten sind bei uns bestens aufgehoben. Die Praxis verfügt über komplette und modernste Ausstattung (Ultraschall, Röntgen, Videoendoskopie, Laserchriurgie etc.), Patientenstation für stationäre Behandlungen sowie Möglichkeiten für parasitologische, hämatologische und mikrobiologische Untersuchungen.

Proben für Kotuntersuchungen, die auch bei scheinbar gesunden Tieren regelmäßig, immer jedoch bei Neuzugängen (bevor sie vergesellschaftet werden!) durchgeführt werden sollten, sind möglichst frisch vorbeizubringen. Je frischer der Kot ist, umso aussagekräftiger ist die Untersuchung.

Eine Übersicht für die Mindestanforderungen der Reptilienhaltung finden sie hier.

Bartagamen

Viele Erkrankungen bei Reptilien sind auf Haltungsfehler zurückzuführen, daher ist eine fachmännische Beratung besonders wichtig.

Eine gründliche klinische Untersuchung, basierend auf Spezialwissen und Erfahrung mit für die „normale“ Kleintierpraxis unüblichen Patienten kann oft schon zu einer sicheren Diagnose und Therapie führen. Weiters besteht auch bei diesen Exoten die Möglichkeit von weiterführenden Untersuchungen wie zum Beispiel:

  • Kotuntersuchungen
  • Röntgen
  • Ultraschall
  • Blutanalyse

Bartagame mit Tumor am Schwanz
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Nach der Operation
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Wie halte ich meine Bartagame richtig?

Fütterung

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Bartagamen fressen sowohl fleischliche als auch pflanzliche Kost. Je nach Alter ändert sich die prozentuale Zusammensetzung des Futters. Während Jungtiere sich noch hauptsächlich von Fleisch ernähren, sollten erwachsene Tiere nur mehr zwei- bis dreimal die Woche Lebendfutter erhalten.

Es ist empfehlenswert die Futtertiere vor der Verfütterung einige Tage zu ernähren.So erhöht sich der Nährwert der Tiere.Außerdem müssen sie vorher mit einem geeigneten Vitaminpulver Korvimin ZVT + Reptil eingestäubt werden.

Dabei ist darauf zu achten, dass auch ein Zuviel an Vitaminen schädlich ist.

Sepiaschale ist für eine natürliche Calciumversorgung wichtig.

Tiere, die am Abend nicht gefressen worden sind, sollten aus dem Terrarium entfernt werden, da sie ansonsten die Bartagame verletzen können. Einmal pro Woche sollte ein Fastentag eingerichtet werden.

Geeignete Futtertiere

  • Heuschrecken
  • Heimchen
  • Grillen
  • Schaben
  • Mehlwürmer (nur selten da sehr fettreich und ansonsten nicht viel Nährwert)
  • Zophobas (nur selten da sehr fettreich und ansonsten nicht viel Nährwert)
  • Wachsmottenlarven (nur selten da sehr fettreich und ansonsten nicht viel Nährwert)

Pflanzliche Kost (täglich ein frischer gemischter Teller):

  • Endivien
  • Karotten
  • Zucchini
  • Romanasalat
  • Lollo Rosso
  • Rucula
  • Vogelsalat
  • Löwenzahnblätter und -blüten
  • Gänseblümchen
  • Klee etc.
  • Obst sollte nur in geringen Mengen verfüttert werden

Ungeeignete Futtermittel

  • Spinat
  • Eisberg- und Kopfsalat
  • Radieschen
  • Petersilie
  • Kiwi und andere Zitrusfrüchte

Terrarium Temperatur

  • unterschiedliche Temperaturzonen die von 25° bis 40° reichen
  • Nachtabsenkung
  • Wärmezonen mit Spots einrichten, die so angebracht sind, dass sich die Agame nicht verbrennen kann
  • Achtung: die Agame verbindet Helligkeit mit Wärme, durch den Einsatz von Rotlichtlampen erkennt sie die Wärme nicht und verlässt die Wärmezone zu spät
  • UV- Lampe!!! diese muss regelmäßig ausgetauscht werden da der UV-Anteil schnell abnimmt auch wenn die Lampe selber noch leuchtet. Außerdem darf kein Glas zwischen der Lampe und der Agame sein da ansonsten die UV-Strahlen abgefangen werden.
    o z.B Osram Ultra Vitalux Bestrahlungsdauer ca. 30 min tägl. Mindestabstand zum Tier 80cm
    o Lucky Reptile Bright Sun UV Desert zum ganztägigen Einsatz
  • zusätzlich zur Wärme- und UV-Quelle sollte auch noch eine Lampe als reine Lichtquelle angebracht werden. Dazu eignen sich zum Beispiel T5 Leuchtstoffröhren.

Größe

Laut den Mindestanforderungen an die Haltung von Reptilien, die 1997 im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten erstellt wurde, wird für ein Bartagamenpärchen die Länge, Tiefe und Höhe aus dem 5-, 4- und 3-fachen der Kopf-Rumpf-Länge (KRL) berechnet.

Beispiel:

Ausgewachsene Bartagamen haben ca. eine KRL von 25cm. Dann ergeben sich als Mindestmaße für 1-2 Bartagamen 5*25cm x 4*25cm x 3*25cm, also 125cm x 100cm x 75cm (LxTxH). Wenn diese Maße unpraktisch sind, weil das Terrarium dann z.B. nicht durch die Tür passt, kann auch ein Terrarium mit den Maßen 150cm x 80cm x 80cm verwendet werden. Möchte man mehr als zwei Tiere halten, muss für jedes weitere Tier 15% der Fläche hinzu addiert werden.

Schildkröten

Viele Erkrankungen bei Reptilien sind auf Haltungsfehler zurückzuführen, daher ist eine fachmännische Beratung besonders wichtig.

Eine gründliche klinische Untersuchung, basierend auf Spezialwissen und Erfahrung mit für die „normale“ Kleintierpraxis unüblichen Patienten kann oft schon zu einer sicheren Diagnose und Therapie führen. Weiters besteht auch bei diesen Exoten die Möglichkeit von weiterführenden Untersuchungen wie zum Beispiel:

  • Kotuntersuchungen
  • Röntgen
  • Ultraschall
  • Blutanalyse

Wie füttere ich meine Schildkröte richtig?

Landschildkröte

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Die meisten als Haustier gehaltenen Schildkröten sind reine Pflanzenfresser

Die Ration sollte rohfaserreich und arm an leicht verdaulichen Kohlenhydraten und Fetten sein

Das Verhältnis von Kalzium zu Phosphor sollte 2:1 oder größer sein

Geeignete Futtermittel

  • Wildkräuter (z.B. Löwenzahn, Spitzwegerich, Disteln,
  • Müllerblümchen, Gras)
  • Storchenschnabel
  • Romanasalat, Feldsalat, Endiviensalat
  • Gräser
  • Brombeerblätter
  • Zuckerhut
  • Heu in kleinen Mengen
  • Gemüse wie Zuchini und Gurke
  • sowie Blüten (Löwenzahn, Rose, Hibiskus)
  • Sepiaschale zur natürliche Calciumversorgung

Ungeeignete Futtermittel

  • Rhabarberblätter
  • Spinat, Mangold und Sauerampfer
  • Sauerklee
  • Diefenbachie
  • Blätter der Roten Beete
  • Kohlgewächse
  • große Mengen Obst
  • Fertigfutter für Schildkröten

Wasserschildkröte

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Die meisten Arten sollten zu 50% vegetarische Nahrung bekommen.

Beutetiere sollten einen vollen Magen-Darm-Trakt aufweisen und möglichst frisch d.h. nicht eingefroren verfüttert werden.

Futterreste unbedingt aus dem Wasser entfernen.

Ca-P-Verhältnis 1,5

Die Lufttemperatur sollte auf keinen Fall niedriger sein als die Wassertemperatur. Daher sind Wärmelampen für die Luft wichtiger als die Heizstäbe für das Wasser. Eine Außenpumpe für den Wasserteil anbringen. Der Steg zum Landteil sollte bis zum Bodengrund reichen, damit diesen auch geschwächte Tiere erreichen können.

Der Landteil muß ausreichen groß und gut strukturiert sein (z.B. Sandteil zur Eiablage, Versteckmöglichkeiten).

Geeignete Futtermittel

  • Bachflohkrebse
  • Mehlwürmer (nur selten da sehr fettreich)
  • Trockenfisch und Trockengarnelen
  • rote Mückenlarven
  • getrocknete Seidenraupenpuppen
  • Heimchen oder Grillen
  • Rinderherz, Leber (nur selten)
  • Wasserinsekten
  • Wasserlinsen (Entengrütze), Wasserpest, Wasserstern, Hornkraut ect.

Ungeeignete Futtermittel

  • Hunde- oder Katzenfutter
  • übermäßig Obst oder Gemüse
  • fette Fische
  • reines Muskelfleisch
  • zu viel Rinderherz

Schildkrötenpudding (kann portionsweise eingefroren werden):

  • Rinderherz 470g
  • 3 Eier ohne Schale
  • 140ml Wasser
  • 1 Gläschen Babynahrung Frühkarotten
  • 50g Salat
  • 1 EL Pflanzenöl
  • 70g Gammarus getrocknet
  • 10g Eierschalen pulverisert oder Ca-Karbonat
  • Korvimin ZVT 10g
  • Vitakalk 10g
  • Gelatine 40g
Schlangen

Viele Erkrankungen bei Reptilien sind auf Haltungsfehler zurückzuführen, daher ist eine fachmännische Beratung besonders wichtig.

Eine gründliche klinische Untersuchung, basierend auf Spezialwissen und Erfahrung mit für die „normale“ Kleintierpraxis unüblichen Patienten kann oft schon zu einer sicheren Diagnose und Therapie führen. Weiters besteht auch bei diesen Exoten die Möglichkeit von weiterführenden Untersuchungen wie zum Beispiel:

  • Kotuntersuchungen
  • Röntgen
  • Ultraschall
  • Blutanalyse

Königspython mit trüber Linse durch Häutungsprobleme
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gesunde Kornnatter
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gesunde Kornnatter
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Parasiten bei Reptilien

Viele Erkrankungen bei Reptilien sind auf Haltungsfehler zurückzuführen, daher ist eine fachmännische Beratung besonders wichtig.

Eine gründliche klinische Untersuchung, basierend auf Spezialwissen und Erfahrung mit für die „normale“ Kleintierpraxis unüblichen Patienten kann oft schon zu einer sicheren Diagnose und Therapie führen. Weiters besteht auch bei diesen Exoten die Möglichkeit von weiterführenden Untersuchungen wie zum Beispiel:

  • Kotuntersuchungen
  • Röntgen
  • Ultraschall
  • Blutanalyse

Leider kommt ein Parasitenbefall mit den unterschiedlichsten Arten, die Teilweise auch für den Menschen gefährlich sein können (z.B. Salmonellen), bei Reptilien sehr häufig vor.

Die erkrankten Tiere erleiden dadurch ein gestörtes Immunsystem und sind somit anfälliger für viele weitere Krankheiten. Nicht selten sind die Tiere so geschwächt das Sie zu fressen aufhören. Dadurch können auch Todesfälle entstehen.

Besonders vor der Winterruhe sollte unbedingt eine Kotuntersuchung durchgeführt werden, da in dieser Phase das Tier reduzierte Körperfunktionen hat und somit auch das Immunsystem nur eingeschrändkt arbeitet. Wichtig ist der Zeitpunkt der Kotuntersuchung da die Tiere nach einer eventuell durchgeführten Entwurmung noch mindest 2 Wochen aktiv sein müssen, damit Sie die toten Würmer ausscheiden können. Denn tote Würmer die während der Winterruhe im Darm verbleiben sind noch schädlicher wie lebendige.

Ein weiteres Krankheitsbild, welches häufig mit Parasitenbefall vergesellschaftet ist, ist der Kloakenprolaps.

Schildkröte mit Kloakenprolaps
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Darunter versteht man einen Vorfall der ausgestülpten Kloaken Schleimhaut. Die empfindliche Schleimhaut trocknet sehr schnell aus und wird durch das Schleifen auf dem Boden zusätzlich verletzt. In einem solchen Fall muß das Tier sofort auf saubere und feuchte Tücher gesetzt und zum Tierarzt gebracht werden. Dort wird die Schleimhaut operativ wieder in den ursprünglichen Zustand gebracht.

nach der Op
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Wir empfehlen eine jährliche Kotuntersuchung auf Parasiten damit, wenn nötig, Ihr Reptil mit dem entsprechenden Präparat behandelt werden kann. Dazu müssen Sie uns nur eine Probe des möglichst frischen Kotes in die Klinik bringen. Es eignen sich auch Sammelproben des gesammten Bestandes. Auf jeden Fall sollte VOR der Vergesellschaftung mit neuen Tieren eine Kotprobe untersucht werden. Ebenso vor der Umsiedlung in ein neues Terrarium.